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	<title>Felix Hamisch, Autor auf Konzept und Marketing GmbH</title>
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		<title>Service-Calls durch Versicherungsmakler – Pflicht oder abmahnfähige Belästigung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Hamisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 06:12:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Vertriebsunterstützung]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gastbeitrag: Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke, Fac  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://k-m.info/service-calls-durch-versicherungsmakler-pflicht-oder-abmahnfaehige-belaestigung/" data-wpel-link="internal">Service-Calls durch Versicherungsmakler – Pflicht oder abmahnfähige Belästigung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://k-m.info" data-wpel-link="internal">Konzept und Marketing GmbH</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1144px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h2>Gastbeitrag:</h2>
<p><i>Rechtsanwalt </i><a href="https://joehnke-reichow.de/rechtsanwalt-joehnke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external"><i>Björn Thorben M. Jöhnke</i></a><i>, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz, Partner und Gründer der </i><a href="https://joehnke-reichow.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external"><i>Kanzlei Jöhnke &amp; Reichow Rechtsanwälte</i></a></p>
<p>Das OLG Düsseldorf hatte sich mit seinem Urteil vom 19.09.2019 (Az. 15 U 37/19) im Rahmen eines Wettbewerbsprozesses mit der Frage auseinanderzusetzen, ob ein Versicherungsmakler seinen eigenen Kunden anrufen und weitere Angebote unterbreiten darf. Die Entscheidung des Gerichtes ist durchaus bedeutend.</p>
<h2>Der Sachverhalt</h2>
<p>Ein Versicherungsmakler rief seinen Bestandskunden im Rahmen eines sogenannten „Service-Calls“ an, um ihm ein neues Angebot zu unterbreiten. Bei dem Kunden handelte es sich um einen Geschäftsführer, jedoch in seiner Eigenschaft als Verbraucher. Dieser Anruf erfolgte jedenfalls ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Geschäftsführers. Dieser fühlte sich von seinem Versicherungsmakler belästigt und ließ ihn wettbewerbsrechtlich abmahnen.</p>
<p>Der Versicherungsmakler wandte sich gegen diese Abmahnung. Als Begründung führte er unter anderem an, er sei als Versicherungsmakler gesetzlich dazu verpflichtet seine Kunden zu betreuen, zum Beispiel auch im Rahmen einer sogenannten „Nachbetreuung“. Der Makler ließ diese Angelegenheit so dann rechtlich überprüfen.</p>
<h2>Die Entscheidung des Gerichts</h2>
<p>Auch ein Anruf, der zum Zweck einer Angebotsinformation getätigt werde, sei damit als Werbung deutbar. Die Betreuungspflicht, zu der sich der Makler geäußert hatte, sei damit nicht behindert.</p>
<p>Das OLG Düsseldorf stufte diesen Anruf des Versicherungsmaklers als Belästigung ein und sah einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Es lag diesem Anruf keine vorherige Einwilligung des Kunden zugrunde. Der Makler rief den Geschäftsführer mehrfach in dessen Eigenschaft als Verbraucher zwecks Durchführung eines sogenannten „Service-Calls“ an. Entsprechende „Service Calls“ stellen jedoch „Werbung“ i.S.v. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">§ 7 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 Nr. 2 UWG</a> dar.</p>
<h2>Service-Call ist Werbung im Sinne des UWG</h2>
<p>Auch die Begründung des Maklers, er habe eine gesetzlichen Verpflichtungen zur „Nachbetreuung“, überzeugte das Gericht nicht. Nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__61.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">§ 61 Abs. 1 S. 1 VVG</a> hat der Versicherungsvermittler den Versicherungsnehmer, soweit nach der Schwierigkeit, die angebotene Versicherung zu beurteilen, oder der Person des Versicherungsnehmers und dessen Situation hierfür Anlass besteht, nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu befragen und, auch unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses zwischen Beratungsaufwand und der vom Versicherungsnehmer zu zahlenden Prämien, zu beraten sowie die Gründe für jeden zu einer bestimmten Versicherung erteilten Rat anzugeben. Das Gericht ließ dahinstehen, ob sich aus <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__61.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">§ 61 Abs. 1 S. 1 VVG</a>, welcher ausweislich der Legaldefinition des <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__59.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">§ 59 Abs. 1 VVG</a> auch für Versicherungsmakler gilt, eine gesetzliche Pflicht des Versicherungsmaklers zu einer (Nach-)Betreuung seines Kunden ergibt.</p>
<h2>Betreuungspflichten im Einklang mit dem UWG</h2>
<p>Selbst wenn der Makler entsprechend zu einer (Nach-)Betreuung gesetzlich verpflichtet sein sollte, hat dieser seine korrespondierenden Pflichten in jedem Falle im Einklang mit dem Wettbewerbsrecht zu erfüllen. Etwaige versicherungsrechtliche Betreuungspflichten dispensieren nicht von gleichrangigen gesetzlichen Pflichten aus dem UWG. Dies bedeutet, dass ein Versicherungsmakler in Erfüllung seiner Betreuungspflichten kein unlauteres Werbeverhalten an den Tag legen darf</p>
<h2>Ausdrückliche Einwilligung notwendig</h2>
<p>Kommt er seiner (etwaigen) auf versicherungsrechtlicher Basis beruhenden Betreuungspflicht nach, indem er den Kunden telefonisch kontaktiert, darf er diese telefonische Kontaktaufnahme gem. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">§ 7 Abs. Nr. 2 UWG</a> nur dann für eine (mittelbare) Werbung nutzen, wenn er zuvor eine ausdrückliche Einwilligung des Kunden eingeholt hat.</p>
<p>Mithin hat der Versicherungsmakler die folgenden Wahlmöglichkeiten, um seinen versicherungs- und wettbewerbsrechtlich begründeten Verpflichtungen im Rahmen von „Service Calls“ kumulativ genügen zu können: Er kann eine telefonische Kontaktaufnahme zum Kunden durch die vorherige ausdrückliche Einwilligung legitimieren lassen. In Ermangelung einer vorherigen ausdrücklichen Einwilligung kann er alternativ einen anderen Kommunikationsweg anstelle der in § 7 Abs. 2 Nr. 2 und 3 UWG genannten Kontaktwege wählen.</p>
<h2>Hinweis für die Vermittlerpraxis</h2>
<p>Dieses Urteil ist im Ergebnis überzeugend, ebenso von hoher Brisanz. Es zeigt wiederum die Grenzen der Möglichkeiten des Versicherungsmaklers auf, wie er seine Kunden im Rahmen seiner Pflichten als sog. „Sachwalter“ betreuen kann. Das Gerichts hat vorliegend die Vorschriften des <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">UWG</a> und der <a href="https://dsgvo-gesetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">DSGVO</a> für anwendbar gehalten und sah demgemäß die Pflicht des Maklers, für diese Service-Calls eine ausdrückliche vorherige Einwilligung des Kunden einzuholen, anderenfalls die zulässigen Kommunikationswege zu nutzen, welche das UWG gerade nicht pönalisiert.</p>
<p>Von daher ist jedem Versicherungsmakler anzuraten, neben dem Maklervertrag auch entsprechende Einwilligungen des Kunden aus datenschutzrechtlicher sowie wettbewerbsrechtlicher Hinsicht einzuholen.</p>
<p><b><i>Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke</i></b><i><br />
Fachanwalt für Versicherungsrecht<br />
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz</i></p>
<p><i>Jöhnke &amp; Reichow Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB</i></p>
<p>Weiteren Informationen zum Wettbewerbsrecht finden Sie <a href="https://joehnke-reichow.de/category/news/wettbewerbsrecht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">hier</a>. In den Newsletter der Kanzlei <a href="https://joehnke-reichow.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow external" data-wpel-link="external">Jöhnke &amp; Reichow Rechtsanwälte</a> können Sie sich <a href="https://joehnke-reichow.de/newsletter/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow external noopener noreferrer">hier</a> eintragen.</p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://k-m.info/service-calls-durch-versicherungsmakler-pflicht-oder-abmahnfaehige-belaestigung/" data-wpel-link="internal">Service-Calls durch Versicherungsmakler – Pflicht oder abmahnfähige Belästigung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://k-m.info" data-wpel-link="internal">Konzept und Marketing GmbH</a>.</p>
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